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Statistik Schweiz

Umwelt - IndikatorenJahresmitteltemperatur

Die Temperatur auf der Erde hängt von einer Vielzahl komplexer Faktoren ab. Eine wichtige Rolle spielt dabei der natürliche Treibhauseffekt. Die Erdoberfläche absorbiert die einfallende kurzwellige Sonnenstrahlung und strahlt sie zum Teil als langwellige Wärmestrahlung in die Atmosphäre zurück. Ein Grossteil davon wird von den in der Atmosphäre vorhandenen Gasen (Wasserdampf H2O, Kohlendioxid CO2, Methan CH4 und Lachgas N2O) auf die Erdoberfläche zurückgestrahlt. Diesem natürlichen Treibhauseffekt ist es zu verdanken, dass die mittlere Lufttemperatur an der Erdoberfläche rund 15 Grad Celsius beträgt. Ohne Treibhauseffekt würde die mittlere Temperatur etwa minus 18 Grad betragen; viele Lebensarten hätten sich unter diesen Umständen nicht entwickeln können.

Die Temperatur unseres Planeten schwankte während der ganzen Erdgeschichte in erheblichem Masse. Seit dem zwanzigsten Jahrhundert ist aber eine Erwärmung festzustellen, die laut der Mehrheit der Wissenschaftler nicht auf rein natürliche Phänomene zurückzuführen ist. Man geht vielmehr davon aus, dass diese Erwärmung hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten hervorgerufen wird. Der erhöhte Ausstoss von Treibhausgasen – allen voran Kohlendioxid, CO2 – führt zu einer erhöhten Rückstrahlung der reflektierten Sonnenstrahlung auf die Erde und somit zu einer Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts.
Ab dem 20. Jahrhundert lässt sich in den 40er-Jahren eine Phase mit erhöhten Temperaturen und seit den 70er-Jahren einen nahezu kontinuierlichen Anstieg der Temperaturen beobachten.

Die Temperatur in der Schweiz war im Durchschnitt der letzten fünf Jahre 1,6 Grad höher als 1970. Seit Beginn der Messreihen (1864) und der Etablierung von globalen Mittelwertsberechnungen war 1994 das wärmste Jahr.

Quelle: MeteoSchweiz: Jahreswitterungsbericht Daten zur Grafik



Weiterführende Informationen:

 

Zuletzt aktualisiert am: 01.11.2010
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