- Wie sind die verschiedenen Wirtschaftsbranchen und die privaten Haushalte an der Umweltbelastung beteiligt?
- Wie entwickelt sich ihre Ökoeffizienz (beispielsweise in Tonnen Treibhausgas pro Wertschöpfungs- oder Stelleneinheit ausgedrückt)?
- Ist eine Entkoppelung von Emissionen und Wirtschaftswachstum zu beobachten?
Die NAMEA-Konten liefern Antwortansätze zu diesen Fragen. NAMEA ist die Abkürzung von National Accounting Matrix including Environmental Accounts. Dabei handelt es sich um eine von Eurostat entwickelte volkswirtschaftliche Gesamtrechnungsmatrix, die aus zwei Teilen besteht:
1. Der wirtschaftliche Teil (NAM) weist Kennzahlen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung wie Produktion, Wertschöpfung oder Beschäftigung pro Wirtschaftszweig aus;
2. Der Umwelt-Teil (EA) umfasst für die gleichen Wirtschaftszweige umweltrelevante Daten wie beispielsweise die Emissionen in die Luft, den Energie- oder den Materialverbrauch.
Die Kombination von Wirtschafts- und Umweltdaten setzt voraus, dass für letztere die gebräuchlichen Konzepte und Klassifizierungen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung übernommen werden. Das eigentliche Interesse und der Mehrwert einer NAMEA liegen in einer möglichst vollständigen Vereinheitlichung dieser verschiedenartigen Daten. Durch die Anpassungen, die vorgenommen werden müssen, um die Kohärenz mit der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zu gewährleisten, weichen jedoch die umweltbezogene Daten der NAMEA von den üblichen Umwelt- und Energiestatistiken wie z. B. der Treibhausgasinventars gemäss Kyoto-Protokoll oder der Energiebilanz der Schweiz ab.
Für die Schweiz wurden bisher NAMEA zu den Treibhausgasen sowie zur Energie erstellt.
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