- Welche Menge an Ressourcen wird benötigt, um den Verbrauch in der Schweiz zu decken?
- Welcher Anteil dieser Ressourcen ist erneuerbar?
- Ist das Wirtschaftswachstum mit einer Zunahme des Ressourcenverbrauchs verbunden?
Die Materialflusskonten (MFA für Material Flow Accounts) liefern Antworten auf solche Fragen. Mit den MFA werden in Tonnen ausgedrückt die Materialflüsse nachgezeichnet, welche die Volkswirtschaft durchlaufen. Sie bieten einen aggregierten Überblick über die Bedürfnisse und die Emissionen der Wirtschaft und ermöglichen es, eine Verbindung zwischen der Nutzung der natürlichen Ressourcen und der Fähigkeit der Umwelt zu deren Produktion und zur Absorption der aus der Nutzung resultierenden Abfälle herzustellen.
Die Materialflusskonten sind ein wichtiges Instrument für die Ressourcen- und Abfallbewirtschaftung, den Monitoring der nachhaltigen Entwicklung und für das Verständnis des „Stoffwechsels“ der Wirtschaft. Sie beruhen auf den gleichen Grundsätzen wie die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, was innovative Vergleiche und Auslegungen ermöglicht. Solche Konten werden in mehreren Ländern Europas und der OECD entwickelt. Die anhand dieser Konten berechneten Indikatoren dienen in einigen Ländern als Basis für die Festlegung und Kontrolle gesetzlicher Zielvorgaben.
Untenstehendes Schema zeigt den Aufbau der Materialflusskonten.

