Die Umweltgesamtrechnung ist ein System von Satellitenkonten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung wird somit durch Umweltaspekte ergänzt. Sie ist darauf ausgerichtet, die Kenntnis, das Verständnis und die politische Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen ökonomischen und ökologischen Bereichen zu verbessern. Die Umweltgesamtrechnung entspricht einem politischen Bedürfnis, das im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung wiederholt zum Ausdruck gebracht wurde.
Konzepte
Die Umweltgesamtrechnung der Schweiz entspricht der internationalen Praxis. Sie beruht auf dem System of Integrated Environmental and Economic Accounts (SEEA, integriertes System umweltökonomischer Gesamtrechnungen). Dieses System umfasst verschiedene Satellitenkonten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Für die Schweiz werden gegenwärtig drei Typen von prioritären Satellitenkonten entwickelt:
Die monetären Konten
Diese Konten zeichnen diejenigen umweltbezogenen Finanztransaktionen (Ausgaben, Steuern, Gebühren usw.) nach, die in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung nicht explizit geschildert sind.
Zwei Konten werden regelmässig zusammengestellt:
Ein Konto wurde im Jahr 2000 versuchsweise erarbeitet:
Die physischen Konten
Diese Konten zeigen die Materialflüsse, welche die Schweizer Wirtschaft durchlaufen, und den «Stoffwechsel» der Wirtschaft auf.
Die hybriden Konten
Sie stellen pro Wirtschaftsakteur Daten aus der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung umweltrelevanten Daten gegenüber.
