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Statistik Schweiz

Synthese

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Gleichstellungsindex

Grosse Abstände zwischen den Kantonen
Gemäss dem Gleichstellungsindex steht an der Spitze der Rangliste der Schweizer Kantone sowohl in den 90er Jahren als auch zum aktuellen Zeitpunkt der Kanton Genf. Dieser Kanton weist im Durchschnitt die geringsten Geschlechterungleichheiten auf. Auch die drei nachfolgenden Kantone auf der Rangliste - Waadt, Neuenburg und Basel-Stadt - sind zu beiden Zeitpunkten dieselben. Zwischen diesen vier und den übrigen 22 Kantonen besteht zudem ein deutlicher Abstand. Der Kanton Uri weist gemäss dem Gleichstellungsindex den grössten Abstand im Kantonsvergleich auf. In diesem Kanton sind die Geschlechterungleichheiten in den Bereichen Erwerbsarbeit, Familie, Ausbildung und Politik im kantonalen Vergleich insgesamt noch am grössten. Innerhalb dieser Rangliste finden sich aber auch klare Aufsteiger- und Absteiger. Zu den Aufsteigern gehören die Kantone Obwalden, Basel-Landschaft, Thurgau und Jura; zu den Absteigern die Kantone Tessin, Appenzell-Innerrhoden, Solothurn, Aargau, Graubünden sowie Glarus. Diese Ranglistenverschiebungen zeigen, dass die Kantone unterschiedliche Geschwindigkeiten auf dem Weg zur Gleichstellung von Frauen und Männern aufweisen. Insgesamt ist trotzdem auffallend, dass die Westschweizer Kantone sowie die Kantone mit Grossstädten eine grössere Geschwindigkeit in der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern aufzeigen während die Deutschschweizer Kantone, insbesondere jene der Inner- und Ostschweiz, sich dieses Problems langsamer annehmen.

Methodische Erläuterungen: Folgende 5 Merkmale aus den einzelnen Kapiteln wurden für die Berechnung des Gleichstellungsindex verwendet:

1) Frauenanteil am Total der beschäftigten Personen umgerechnet auf "Vollzeitäquivalente" 1995 und 2001

2) Frauenanteil in Unternehmensleitungen 1990 und 2000

3) Anteil der nach dem Modell der traditionellen bürgerlichen Familie lebende Paare am Total aller Paarhaushalte mit Kindern unter 7 Jahren 1990 und 2000 (Kehrwert)

4) Durchschnittliche Anzahl Bildungsjahre der 50- bis 59- und der 30- bis 39-jährigen Frauen in Prozent der Männer 2000

5) Sitzanteile der Frauen in den Kantonsparlamenten 1992-1995 und 2000-2004

Leider standen bis zum Abschluss der statistischen Analysearbeiten für diesen Atlas keine aktualisierten Daten zum Frauenanteil in den politischen Behörden der Gemeinden zur Verfügung. Aus diesem Grund konnte der Gleichstellungsindex lediglich für die Ebene der Kantone unter Verwendung des Indikators "Frauenanteil in den kantonalen Parlamenten" aktualisiert werden. Für den Bereich der Geschlechterverhältnisse in der unbezahlten Arbeit stehen momentan keine repräsentativen statistischen Daten zur Verfügung, weshalb dieser Aspekt nach wie vor nicht in die Berechnung des Gleichstellungsindex einfliessen konnte.
Die konkrete Vorgehensweise bei der Berechnung des Gleichstellungsindex ist im Original Frauen- und Gleichstellungsatlas auf Seite 136 beschrieben, eine zusätzliche Erläuterung der Aussagekraft dieses Index findet man auf der Seite 130.
Zuletzt aktualisiert am: 29.01.2010
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