Familien- und Haushaltsformen
Kinderlose Frauen*, 2000
| Gemeindetypen | 35-44 Jahre | 45-54 Jahre | 55-64 Jahre |
|---|---|---|---|
| Zentren | 29% | 23% | 20% |
| Suburbane Gemeinden | 22% | 18% | 14% |
| Einkommensstarke Gemeinden | 27% | 24% | 20% |
| Periurbane Gemeinden | 21% | 17% | 13% |
| Touristische Gemeinden | 21% | 17% | 16% |
| Industrielle und tertiäre Gemeinden | 17% | 14% | 12% |
| Ländliche Pendlergemeinden | 18% | 14% | 11% |
| Agrarisch-gemischte Gemeinden | 16% | 13% | 10% |
| Agrarische Gemeinden | 15% | 12% | 10% |
| Schweiz | 23% | 19% | 15% |
Kinderlosigkeit
Markante Zunahme der kinderlosen Frauen von den älteren zu den jüngeren Altersgruppen - Romandie am wenigsten betroffen
In der Schweiz haben immer mehr Frauen keine Kinder. Der Anteil kinderloser Frauen nimmt von den älteren zu den jüngeren Altersgruppen deutlich zu. Auch wenn wahrscheinlich ein bestimmter - wenn auch geringer - Prozentsatz der heute kinderlosen Frauen bei den 35- bis 44-Jährigen noch Kinder bekommen wird, ist der steigende Trend zur Kinderlosigkeit in der schweizerischen Wohnbevölkerung in diesen Abbildungen nicht zu übersehen. Die höchsten Anteile kinderloser Frauen weisen die Städte auf, allen voran Zürich und Basel mit 38% bzw. 35% bei der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen. Obwohl sich der Trend zunehmender Kinderlosigkeit in allen Landesteilen abzeichnet, ist die Romandie davon deutlich weniger stark betroffen als die deutsche und die italienische Schweiz. Der Verzicht vieler Frauen auf Kinder hängt heute in der Schweiz hauptsächlich mit den unbefriedigenden Rahmenbedingungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zusammen (1). Inwiefern die tieferen Anteile kinderloser Frauen in der französischsprachigen Schweiz auf bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zurückzuführen sind (z. B. Tagesschulen, Blockzeiten, familienfreundlichere Arbeitgeber, etc.) müsste durch weiterführende Untersuchungen abgeklärt werden.
Zusätzliche Erläuterungen zu den Hintergründen der zunehmenden Kinderlosigkeit sind im Original Frauen- und Gleichstellungsatlas (Seite 32) enthalten; zusätzliche Grafiken und Karten zu dieser Thematik in der Übersichtsanalyse "Fortschritte und Stagnation in der Gleichstellung der Geschlechter 1970-2000
" (Seiten 64, 65, 81 und 82).
Methodische Hinweise: Im Unterschied zu früheren Volkszählungen wurden die befragten Personen in der Volkszählung 2000 erstmals direkt nach der Zahl und dem Alter ihrer Kinder befragt. Deshalb kann der "Elternschaftsstatus" einer Person in der Volkszählung 2000 nun direkt erfasst werden und es ist nicht mehr nötig, auf das Hilfskonstrukt der in einem Haushalt zusammen lebenden Erwachsenen und Kindern zurückzugreifen. Aus diesem Grund sind die hier dargestellten Ergebnisse grundsätzlich nicht mit den Ergebnissen im Original-Atlas direkt vergleichbar, denn bei den Ergebnissen im Original-Atlas handelt es sich lediglich um eine Schätzung auf der Basis des geschilderten Hilfskonstruktes.
In der Schweiz haben immer mehr Frauen keine Kinder. Der Anteil kinderloser Frauen nimmt von den älteren zu den jüngeren Altersgruppen deutlich zu. Auch wenn wahrscheinlich ein bestimmter - wenn auch geringer - Prozentsatz der heute kinderlosen Frauen bei den 35- bis 44-Jährigen noch Kinder bekommen wird, ist der steigende Trend zur Kinderlosigkeit in der schweizerischen Wohnbevölkerung in diesen Abbildungen nicht zu übersehen. Die höchsten Anteile kinderloser Frauen weisen die Städte auf, allen voran Zürich und Basel mit 38% bzw. 35% bei der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen. Obwohl sich der Trend zunehmender Kinderlosigkeit in allen Landesteilen abzeichnet, ist die Romandie davon deutlich weniger stark betroffen als die deutsche und die italienische Schweiz. Der Verzicht vieler Frauen auf Kinder hängt heute in der Schweiz hauptsächlich mit den unbefriedigenden Rahmenbedingungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zusammen (1). Inwiefern die tieferen Anteile kinderloser Frauen in der französischsprachigen Schweiz auf bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zurückzuführen sind (z. B. Tagesschulen, Blockzeiten, familienfreundlichere Arbeitgeber, etc.) müsste durch weiterführende Untersuchungen abgeklärt werden.
Zusätzliche Erläuterungen zu den Hintergründen der zunehmenden Kinderlosigkeit sind im Original Frauen- und Gleichstellungsatlas (Seite 32) enthalten; zusätzliche Grafiken und Karten zu dieser Thematik in der Übersichtsanalyse "Fortschritte und Stagnation in der Gleichstellung der Geschlechter 1970-2000
" (Seiten 64, 65, 81 und 82).Methodische Hinweise: Im Unterschied zu früheren Volkszählungen wurden die befragten Personen in der Volkszählung 2000 erstmals direkt nach der Zahl und dem Alter ihrer Kinder befragt. Deshalb kann der "Elternschaftsstatus" einer Person in der Volkszählung 2000 nun direkt erfasst werden und es ist nicht mehr nötig, auf das Hilfskonstrukt der in einem Haushalt zusammen lebenden Erwachsenen und Kindern zurückzugreifen. Aus diesem Grund sind die hier dargestellten Ergebnisse grundsätzlich nicht mit den Ergebnissen im Original-Atlas direkt vergleichbar, denn bei den Ergebnissen im Original-Atlas handelt es sich lediglich um eine Schätzung auf der Basis des geschilderten Hilfskonstruktes.
- (1) BFS (1998): Mikrozensus Familie in der Schweiz 1994/95. Bern.
Zuletzt aktualisiert am: 29.01.2010

