Familien- und Haushaltsformen
Thematischer Überblick
Familien- und Haushaltsformen haben sich fundamental gewandelt
In den letzten Jahrzehnten hat in der Schweiz und den übrigen westlichen Ländern ein fundamentaler Wandel im Zusammenleben von Frauen und Männern stattgefunden. Ein Rückgang der formell geschlossenen Ehen, sinkende Geburtenraten sowie steigende Zahlen von Scheidungen, allein erziehenden Eltern und erwerbstätigen Müttern haben wesentlich zum Bedeutungsverlust der bürgerlichen Kernfamilie beigetragen. Trotzdem ist die klassische Kleinfamilie in der Schweiz nach wie vor stark verankert und prägt den Lebensalltag einer Mehrheit der Bevölkerung. Es ist heute deshalb zutreffender, von einem vielfältigen Mosaik der Formen privaten Zusammenlebens zu sprechen als von einer allgemeinen "Krise der Familie".
Für eine Erklärung des Wandels in den Familien- und Haushaltformen sind hauptsächlich vier Elemente hervorzuheben: Der technologische Fortschritt in der Empfängnisverhütung, vor allem die Verbreitung der "Pille", der Ausbau des Sozialstaates, insbesondere die Existenzsicherung im Alter, der wirtschaftliche Aufschwung der Nachkriegszeit, der zu einer starken Erhöhung des Arbeitsplatzangebotes im Dienstleistungssektor führte sowie das gewandelte Rollenverständnis von Männern und Frauen. Diese technologischen, sozialstaatlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Einflussfaktoren beeinflussen sich gegenseitig in starkem Masse, so dass es schwierig ist, einen Einflussfaktor als den wichtigsten herauszuschälen.
Für weiterführende Ausführungen zum Thema Familien- und Haushaltsformen und ihre gleichstellungspolitische Bedeutung sei auf den Original Frauen- und Gleichstellungsatlas, Seiten 18-38, verwiesen.
Aufbau des Kapitels Familien- und Haushaltsformen
Den ersten thematischen Schwerpunkt dieses Kapitels bilden die veränderten Formen des Zusammenlebens zwischen Frauen und Männern. Zwei Merkmale werden dargestellt und kommentiert: der Wandel in der sozial-räumlichen Verbreitung der Ehe sowie die sozial-räumliche Verbreitung des Alleinlebens, die in der zunehmenden Zahl von so genannten "Singles" sichtbar wird. Das reproduktive Verhalten der Bevölkerung und die Formen des Zusammenlebens mit Kindern stellen den zweiten thematischen Schwerpunkt dar. Dabei wurden zum Beispiel die Aspekte "Einelternfamilien" und "Kinderlose Frauen" ausgewählt. Ein dritter Schwerpunkt ist der demographischen Alterung der schweizerischen Gesellschaft gewidmet. Dieser Prozess erfordert gerade auch unter einem geschlechtsspezifischen Blickwinkel spezielle Aufmerksamkeit. Den aus frauen- und gleichstellungspolitischer Sicht zentralen Themen der Aufteilung der unbezahlten Arbeit sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind eigene Kapitel in diesem Atlas gewidmet.
In den letzten Jahrzehnten hat in der Schweiz und den übrigen westlichen Ländern ein fundamentaler Wandel im Zusammenleben von Frauen und Männern stattgefunden. Ein Rückgang der formell geschlossenen Ehen, sinkende Geburtenraten sowie steigende Zahlen von Scheidungen, allein erziehenden Eltern und erwerbstätigen Müttern haben wesentlich zum Bedeutungsverlust der bürgerlichen Kernfamilie beigetragen. Trotzdem ist die klassische Kleinfamilie in der Schweiz nach wie vor stark verankert und prägt den Lebensalltag einer Mehrheit der Bevölkerung. Es ist heute deshalb zutreffender, von einem vielfältigen Mosaik der Formen privaten Zusammenlebens zu sprechen als von einer allgemeinen "Krise der Familie".
Für eine Erklärung des Wandels in den Familien- und Haushaltformen sind hauptsächlich vier Elemente hervorzuheben: Der technologische Fortschritt in der Empfängnisverhütung, vor allem die Verbreitung der "Pille", der Ausbau des Sozialstaates, insbesondere die Existenzsicherung im Alter, der wirtschaftliche Aufschwung der Nachkriegszeit, der zu einer starken Erhöhung des Arbeitsplatzangebotes im Dienstleistungssektor führte sowie das gewandelte Rollenverständnis von Männern und Frauen. Diese technologischen, sozialstaatlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Einflussfaktoren beeinflussen sich gegenseitig in starkem Masse, so dass es schwierig ist, einen Einflussfaktor als den wichtigsten herauszuschälen.
Für weiterführende Ausführungen zum Thema Familien- und Haushaltsformen und ihre gleichstellungspolitische Bedeutung sei auf den Original Frauen- und Gleichstellungsatlas, Seiten 18-38, verwiesen.
Aufbau des Kapitels Familien- und Haushaltsformen
Den ersten thematischen Schwerpunkt dieses Kapitels bilden die veränderten Formen des Zusammenlebens zwischen Frauen und Männern. Zwei Merkmale werden dargestellt und kommentiert: der Wandel in der sozial-räumlichen Verbreitung der Ehe sowie die sozial-räumliche Verbreitung des Alleinlebens, die in der zunehmenden Zahl von so genannten "Singles" sichtbar wird. Das reproduktive Verhalten der Bevölkerung und die Formen des Zusammenlebens mit Kindern stellen den zweiten thematischen Schwerpunkt dar. Dabei wurden zum Beispiel die Aspekte "Einelternfamilien" und "Kinderlose Frauen" ausgewählt. Ein dritter Schwerpunkt ist der demographischen Alterung der schweizerischen Gesellschaft gewidmet. Dieser Prozess erfordert gerade auch unter einem geschlechtsspezifischen Blickwinkel spezielle Aufmerksamkeit. Den aus frauen- und gleichstellungspolitischer Sicht zentralen Themen der Aufteilung der unbezahlten Arbeit sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind eigene Kapitel in diesem Atlas gewidmet.
Zuletzt aktualisiert am: 29.01.2010
