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Statistik Schweiz

Erwerbsarbeit und Beruf

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Arbeitslosenquoten, 2000

Im Jahresdurchschnitt registrierte arbeitslose Personen in % der Erwerbspersonen*, 2000
GemeindetypenFrauenMännerTotal
Zentren2,9%2,8%2,8%
Suburbane Gemeinden2,1%1,8%2,0%
Einkommensstarke Gemeinden1,4%1,4%1,4%
Periurbane Gemeinden1,4%1,1%1,2%
Touristische Gemeinden1,4%1,3%1,4%
Industriell-tertiäre Gemeinden1,5%1,2%1,3%
Ländliche Pendlergemeinden1,2%1,0%1,1%
Agrarisch-gemischte Gemeinden0,9%0,7%0,8%
Agrarische Gemeinden0,6%0,6%0,6%
Schweiz2,1%1,8%1,9%

*Erwerbspersonen = Erwerbstätige (ohne Lehrlinge und Lehrtöchter) und Erwerbslose gemäss VZ2000

Quellen: VZ, BFS; Arbeitsmarktstatistik, Seco
Erwerbsarbeit und Beruf: Erwerbslosigkeit

Erwerbslosigkeit

Stadt-Land-Gefälle und sprachregionale Differenzen
Obwohl die absoluten Zahlen der registrierten arbeitslosen Männer im hier dargestellten Zeitraum von 1990 bis 2004 stets höher sind als diejenigen der registrierten arbeitslosen Frauen, sind Frauen im Verhältnis stärker von Erwerbslosigkeit betroffen. Im gesamten Untersuchungszeitraum waren die Arbeitslosenquoten der Frauen stets höher als die Arbeitslosenquoten der Männer. Auffällig ist, dass die Unterschiede zwischen den Arbeitslosenquoten von Frauen und Männern mit zunehmender Höhe der Erwerbslosigkeit in der Schweiz zunehmen bzw. mit abnehmender Höhe abnehmen. Daraus könnte geschlossen werden, dass viele Frauen auf dem Arbeitsmarkt die Funktion eines Konjunkturpuffers übernehmen müssen. Bei einer Betrachtung der regionalen Unterschiede fallen zwei Merkmale sofort ins Auge: das ausgeprägte Stadt-Land-Gefälle und die deutlich höheren Arbeitslosenquoten in den nicht deutschsprachigen Landesteilen. Gemessen an der Höhe der offiziellen Arbeitslosenquoten sind die Frauen gegenüber den Männern in der französischen und italienischen Schweiz zudem noch stärker benachteiligt als in der Deutschschweiz. Diese Unterschiede könnten allerdings auch damit zusammen hängen, dass sich in der Deutschschweiz tendenziell weniger Frauen, welche ihre Stelle verloren haben oder eine Stelle suchen, bei den Arbeitsvermittlungsstellen melden als in den nicht deutschsprachigen Gebieten.

Methodische Hinweise: Die Resultate der eidgenössischen Volkszählungen von 1990 und 2000 belegen deutlich, dass es in der Schweiz weitaus mehr Personen gibt, welche sich subjektiv als erwerbslos bezeichnen als die offiziell vom Seco ausgewiesenen und hier dargestellten arbeitslosen Personen. Auch die jährlich durchgeführte Schweizerische Arbeitskräfteerhebung SAKE publiziert regelmässig höhere Zahlen erwerbsloser Personen als das Seco.
Ausführliche Erläuterungen dieser Unterschiede und ihrer Ursachen sowie eine Darstellung der Erwerbslosigkeit gemäss den Ergebnissen der Volkszählung sind in der Publikation "Fortschritte und Stagnation in der Gleichstellung der Geschlechter 1970-2000" auf den Seiten 39 bis 42 sowie 76 und 77 enthalten.
Aus einem Vergleich der Volkszählungsergebnisse mit den hier dargestellten offiziellen Angaben zur Erwerbslosigkeit geht hervor, dass es in allen Kantonen der Schweiz mehr Männer und Frauen gibt, welche sich als erwerbslos bezeichnet haben als solche, welche tatsächlich als arbeitslos registriert sind. Diese verdeckte Erwerbslosigkeit ist zudem in allen Kantonen ausser im Tessin bei den Frauen deutlich grösser als bei den Männern, speziell in den deutschsprachigen Kantonen.
Weiterführende Erläuterungen zu den Ursachen und Hintergründen der regionalen und geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Erwerbslosigkeit sind im Original Frauen- und Gleichstellungsatlas, Seiten 68 und 69, enthalten.
Zuletzt aktualisiert am: 15.02.2010
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