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Statistik Schweiz

Erwerbsarbeit und Beruf

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Wegpendlerinnen und Wegpendler

Anteil in % an den wohnhaften erwerbstätigen Frauen bzw. Männern, 1990 und 2000
GemeindetypenFrauen, 1990Frauen, 2000Männer, 1990Männer, 2000
Zentren20%25%28%33%
Suburbane Gemeinden64%63%67%67%
Einkommensstarke Gemeinden70%67%75%72%
Periurbane Gemeinden70%69%72%73%
Touristische Gemeinden26%27%29%32%
Industrielle und tertiäre Gemeinden41%47%45%53%
Ländliche Pendlergemeinden64%68%65%69%
Agrarisch-gemischte Gemeinden46%53%46%53%
Agrarische Gemeinden38%48%38%44%
Schweiz45%49%51%55%

Quelle: VZ, BFS
Erwerbsarbeit und Beruf: Berufspendlertum

Wegpendlerinnen und Wegpendler

Berufstätige Frauen arbeiten häufiger in ihrer Wohngemeinde als berufstätige Männer
Zwischen 1990 und 2000 ist der Wegpendleranteil an den wohnhaften erwerbstätigen Personen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gesamtschweizerisch nochmals deutlich um je rund vier Prozentpunkte gestiegen. Gesamtschweizerisch verlassen heute rund 55% der erwerbstätigen Männer und rund 49% der erwerbstätigen Frauen ihre Wohngemeinde, um in einer anderen Gemeinde zu arbeiten. Dies entspricht rund 1,1 Millionen Wegpendlern und 770'000 Wegpendlerinnen. Frauen suchen und finden somit eher eine Stelle in ihrer Wohngemeinde als Männer. Wie aus der hier abgebildeten Karte hervorgeht, ist der Wegpendlerinnenanteil im Jahr 2000 nur gerade in 5 MS-Regionen - alle im waadtländischen Hinterland des Genfersees und dem Kanton Freiburg gelegen - höher als der entsprechende Wert bei den Männern. Die Unterschiede zwischen Frauen und Männern sind allerdings nur gering, denn bei beiden Geschlechtern spielt das Arbeitsplatzangebot ihrer Wohngemeinde letztlich die viel wichtigere Rolle für das Mobilitätsverhalten. Mit Abstand die höchsten Anteile wegpendelnder Erwerbspersonen sind in allen drei Sprachregionen bei beiden Geschlechtern in den städtischen Umlandgemeinden festzustellen und die geringsten in den (Kern-)Städten mit ihrem vielfältigen Arbeitsplatzangebot. Zwischen 1990 und 2000 haben sich diese ausgeprägten regionalen Unterschiede jedoch infolge nur geringer oder sogar negativer Wachstumsraten der Wegpendleranteile aus dem städtischen Umland etwas verringert. Heute finden also prozentual leicht mehr Frauen und Männer mit Wohnort im städtischen Umland einen Arbeitsplatz in ihrer Wohngemeinde als früher. Diese Entwicklung ist zweifellos auf die Ansiedlung grosser Betriebskomplexe in diesen suburbanen und periurbanen Regionen zurückzuführen.
Weiterführende Erläuterungen zum unterschiedlichen Mobilitätsverhalten von Frauen und Männern und dessen Hintergründen sind im Original Frauen- und Gleichstellungsatlas, Seite 62, enthalten.
Zuletzt aktualisiert am: 29.01.2010
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