Ausbildung
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Nachobligatorische Ausbildung Sekundarstufe II*
| Gemeindetypen | Frauen | Männer |
|---|---|---|
| Zentren | 40% | 42% |
| Suburbane Gemeinden | 44% | 47% |
| Einkommensstarke Gemeinden | 49% | 50% |
| Periurbane Gemeinden | 49% | 52% |
| Touristische Gemeinden | 44% | 50% |
| Industrielle und tertiäre Gemeinden | 45% | 48% |
| Ländliche Pendlergemeinden | 47% | 51% |
| Agrarisch-gemischte Gemeinden | 47% | 51% |
| Agrarische Gemeinden | 45% | 53% |
| Schweiz | 44% | 47% |
Sekundarstufe II Bildungsbeteiligung
Komplexe Interpretation der regionalen Unterschiede
Im schweizerischen Durchschnitt absolvierten rund 47% der männlichen und rund 44% der weiblichen 15- bis 21-jährigen Personen zum Zeitpunkt der letzten Volkszählung eine Ausbildung auf der Sekundarstufe II (siehe methodische Hinweise). Die restlichen Personen dieser Altersgruppe befanden sich entweder noch in der obligatorischen Ausbildung, bereits in einer weiterführenden, tertiären Ausbildung oder im Berufsleben. Sowohl unter den weiblichen als auch unter den männlichen Personen sind die Anteile derjenigen, welche zum Zeitpunkt der letzten Volkszählung eine Ausbildung auf der Sekundarstufe II absolvierten in den ländlichen Räumen tendenziell höher als in den städtischen. Diese regionalen Unterschiede können grundsätzlich darauf zurückgeführt werden, dass dieser Altersgruppe in den städtischen Gebieten mehr alternative Angebote auf dem Arbeitsmarkt oder im Ausbildungsbereich zur Verfügung stehen. Einerseits stehen für die Jugendlichen, welche keine nachobligatorische Ausbildung absolvieren können gerade in den städtischen Räumen vergleichsweise mehr Arbeitsstellen mit geringen Anforderungen im Dienstleistungssektor zur Auswahl, z. B. Kurierdienste, Fotokopierdienste, ungelerntes Verkaufspersonal, etc. Andererseits befinden sich auch die meisten Ausbildungsangebote der Tertiärstufe, z. B. Universitäten, Fachhochschulen, etc., in den (Kern-)Städten. Ohne zusätzliche Untersuchungen kann deshalb hier nicht entschieden werden, ob die höheren Anteile der 15- bis 21-Jährigen auf der Sekundarstufe II in den ländlichen Räumen tatsächlich auf eine höhere Bildungsbeteiligung zurückzuführen sind oder auf überdurchschnittlich hohe Abwanderungsraten dieser Altersgruppe. Ähnliche Überlegungen treffen wohl auch für eine Erklärung der höheren Anteile von männlichen und weiblichen Jugendlichen in der italienischen Schweiz zu, welche zum Zeitpunkt der letzten Volkszählung eine Ausbildung auf der Sekundarstufe II absolvierten.
Detailliertere Auswertungen der Bildungsbeteiligung junger Erwachsener sind in der Analyse "Fortschritte und Stagnation in der Gleichstellung der Geschlechter 1970-2000
", Seite 17, enthalten.
Methodische Hinweise: Ausgewertet wurde hier die Variable "Gegenwärtige Ausbildung" für die Antwortkategorien der Sekundarstufe II. Gemäss Volkszählungsfragebogen handelt es sich um folgende Ausbildungsangebote: Maturitäts- und Berufsmaturitätsschule, Diplommittelschule (3 Jahre), Seminarien für Kindergarten-, Primarschul-, Musik-, Turn- und Sportlehrkräfte sowie Berufslehre und Vollzeit-Berufsschule. Aufgrund der vorgegebenen Antwortkategorien lassen sich damit die beiden traditionellen "klassischen" Ausbildungsgänge "Gymnasium mit Maturitätsabschluss" sowie "Berufslehre im dualen System" nicht mehr isoliert auswerten.
Im schweizerischen Durchschnitt absolvierten rund 47% der männlichen und rund 44% der weiblichen 15- bis 21-jährigen Personen zum Zeitpunkt der letzten Volkszählung eine Ausbildung auf der Sekundarstufe II (siehe methodische Hinweise). Die restlichen Personen dieser Altersgruppe befanden sich entweder noch in der obligatorischen Ausbildung, bereits in einer weiterführenden, tertiären Ausbildung oder im Berufsleben. Sowohl unter den weiblichen als auch unter den männlichen Personen sind die Anteile derjenigen, welche zum Zeitpunkt der letzten Volkszählung eine Ausbildung auf der Sekundarstufe II absolvierten in den ländlichen Räumen tendenziell höher als in den städtischen. Diese regionalen Unterschiede können grundsätzlich darauf zurückgeführt werden, dass dieser Altersgruppe in den städtischen Gebieten mehr alternative Angebote auf dem Arbeitsmarkt oder im Ausbildungsbereich zur Verfügung stehen. Einerseits stehen für die Jugendlichen, welche keine nachobligatorische Ausbildung absolvieren können gerade in den städtischen Räumen vergleichsweise mehr Arbeitsstellen mit geringen Anforderungen im Dienstleistungssektor zur Auswahl, z. B. Kurierdienste, Fotokopierdienste, ungelerntes Verkaufspersonal, etc. Andererseits befinden sich auch die meisten Ausbildungsangebote der Tertiärstufe, z. B. Universitäten, Fachhochschulen, etc., in den (Kern-)Städten. Ohne zusätzliche Untersuchungen kann deshalb hier nicht entschieden werden, ob die höheren Anteile der 15- bis 21-Jährigen auf der Sekundarstufe II in den ländlichen Räumen tatsächlich auf eine höhere Bildungsbeteiligung zurückzuführen sind oder auf überdurchschnittlich hohe Abwanderungsraten dieser Altersgruppe. Ähnliche Überlegungen treffen wohl auch für eine Erklärung der höheren Anteile von männlichen und weiblichen Jugendlichen in der italienischen Schweiz zu, welche zum Zeitpunkt der letzten Volkszählung eine Ausbildung auf der Sekundarstufe II absolvierten.
Detailliertere Auswertungen der Bildungsbeteiligung junger Erwachsener sind in der Analyse "Fortschritte und Stagnation in der Gleichstellung der Geschlechter 1970-2000
", Seite 17, enthalten.Methodische Hinweise: Ausgewertet wurde hier die Variable "Gegenwärtige Ausbildung" für die Antwortkategorien der Sekundarstufe II. Gemäss Volkszählungsfragebogen handelt es sich um folgende Ausbildungsangebote: Maturitäts- und Berufsmaturitätsschule, Diplommittelschule (3 Jahre), Seminarien für Kindergarten-, Primarschul-, Musik-, Turn- und Sportlehrkräfte sowie Berufslehre und Vollzeit-Berufsschule. Aufgrund der vorgegebenen Antwortkategorien lassen sich damit die beiden traditionellen "klassischen" Ausbildungsgänge "Gymnasium mit Maturitätsabschluss" sowie "Berufslehre im dualen System" nicht mehr isoliert auswerten.
Zuletzt aktualisiert am: 29.01.2010

