Ausbildung
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Bildungsstand von Frauen und Männern
| Gemeindetypen | Männer | Männer | Frauen | Frauen |
|---|---|---|---|---|
| 30-39 Jahre | 50-59 Jahre | 30-39 Jahre | 50-59 Jahre | |
| Zentren | 13,5 | 13,0 | 12,8 | 11,8 |
| Suburbane Gemeinden | 13,0 | 12,8 | 12,3 | 11,6 |
| Einkommensstarke Gemeinden | 14,4 | 14,3 | 13,6 | 12,7 |
| Periurbane Gemeinden | 13,1 | 13,0 | 12,3 | 11,6 |
| Touristische Gemeinden | 12,4 | 12,4 | 11,9 | 11,2 |
| Industrielle und tertiäre Gemeinden | 12,5 | 12,3 | 11,8 | 11,0 |
| Ländliche Pendlergemeinden | 12,7 | 12,4 | 12,1 | 11,2 |
| Agrar-gemischte Gemeinden | 12,5 | 12,1 | 11,9 | 11,0 |
| Agrarische Gemeinden | 12,2 | 11,4 | 11,7 | 10,7 |
| Schweiz | 13,1 | 12,8 | 12,4 | 11,6 |
Bildungsstand 30-59-jährige Personen
Geringes Stadt-Land-Gefälle bei beiden Geschlechtern
Im Ausbildungsstand der Bevölkerung sind relativ geringfügige, jedoch trotzdem charakteristische regionale Unterschiede zu beobachten. Sowohl bei den 50- bis 59-Jährigen als auch bei den 30- bis 39-Jährigen beider Geschlechter weisen die einkommensstarken Gemeinden Höchst- und die agrarischen Gemeinden Tiefstwerte auf, und in allen Sprachregionen besteht ein Gefälle von den städtischen zu den ländlichen Räumen. Aus einer Betrachtung der Karten geht hervor, dass die Zürcher "Goldküste" (Region Pfannenstiel) bei den Männern beider Altersgruppen mit dem höchsten Bildungsstand aufwarten kann. Bei den Frauen beider Altersgruppen belegt dagegen die Stadtregion Genf diesen Spitzenplatz. In den beschriebenen sozial-räumlichen Disparitäten des Bildungsstandes kommen zwei unterschiedliche sozio-ökonomische Prozesse zum Ausdruck. Die grossräumigen Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Räumen widerspiegeln in erster Linie unterschiedliche Gelegenheitsstrukturen des Arbeitsmarktes. Da die Beschäftigungsmöglichkeiten für Personen mit einer höheren Bildung in peripheren Regionen mit einer wenig entwickelten Wirtschaft eingeschränkt sind, wandern diese Bevölkerungsgruppen ab oder kehren nach ihrer Ausbildung im Mittelland oft nicht mehr in ihre Heimatregionen zurück. Die Häufung von Personen mit einer höheren Anzahl Bildungsjahre in bestimmten Vorortsgemeinden der Grossstädte ist dagegen Ausdruck der räumlichen Segregation der Wohnbevölkerung innerhalb der städtischen Agglomerationen. In diesen meist steuergünstigen Gemeinden konzentrieren sich die einkommensstarken und oft auch gut ausgebildeten Personen.
Weitere Kommentare und Auswertungen zur Entwicklung der sozial-räumlichen Unterschiede des Bildungsstandes von Frauen und Männern sind im Original Frauen- und Gleichstellungsatlas, Seiten 110-111 enthalten sowie in der Studie "Fortschritte und Stagnation in der Gleichstellung der Geschlechter 1970-2000
", Seiten 18-19.
Methodischer Hinweis: Ein Berechnungsschlüssel für die Umrechnung der höchsten abgeschlossenen Ausbildung in die Anzahl Bildungsjahre ist in der Publikation "Fortschritte und Stagnation in der Gleichstellung der Geschlechter 1970-2000" auf Seite 18 zu finden.
Im Ausbildungsstand der Bevölkerung sind relativ geringfügige, jedoch trotzdem charakteristische regionale Unterschiede zu beobachten. Sowohl bei den 50- bis 59-Jährigen als auch bei den 30- bis 39-Jährigen beider Geschlechter weisen die einkommensstarken Gemeinden Höchst- und die agrarischen Gemeinden Tiefstwerte auf, und in allen Sprachregionen besteht ein Gefälle von den städtischen zu den ländlichen Räumen. Aus einer Betrachtung der Karten geht hervor, dass die Zürcher "Goldküste" (Region Pfannenstiel) bei den Männern beider Altersgruppen mit dem höchsten Bildungsstand aufwarten kann. Bei den Frauen beider Altersgruppen belegt dagegen die Stadtregion Genf diesen Spitzenplatz. In den beschriebenen sozial-räumlichen Disparitäten des Bildungsstandes kommen zwei unterschiedliche sozio-ökonomische Prozesse zum Ausdruck. Die grossräumigen Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Räumen widerspiegeln in erster Linie unterschiedliche Gelegenheitsstrukturen des Arbeitsmarktes. Da die Beschäftigungsmöglichkeiten für Personen mit einer höheren Bildung in peripheren Regionen mit einer wenig entwickelten Wirtschaft eingeschränkt sind, wandern diese Bevölkerungsgruppen ab oder kehren nach ihrer Ausbildung im Mittelland oft nicht mehr in ihre Heimatregionen zurück. Die Häufung von Personen mit einer höheren Anzahl Bildungsjahre in bestimmten Vorortsgemeinden der Grossstädte ist dagegen Ausdruck der räumlichen Segregation der Wohnbevölkerung innerhalb der städtischen Agglomerationen. In diesen meist steuergünstigen Gemeinden konzentrieren sich die einkommensstarken und oft auch gut ausgebildeten Personen.
Weitere Kommentare und Auswertungen zur Entwicklung der sozial-räumlichen Unterschiede des Bildungsstandes von Frauen und Männern sind im Original Frauen- und Gleichstellungsatlas, Seiten 110-111 enthalten sowie in der Studie "Fortschritte und Stagnation in der Gleichstellung der Geschlechter 1970-2000
", Seiten 18-19.Methodischer Hinweis: Ein Berechnungsschlüssel für die Umrechnung der höchsten abgeschlossenen Ausbildung in die Anzahl Bildungsjahre ist in der Publikation "Fortschritte und Stagnation in der Gleichstellung der Geschlechter 1970-2000" auf Seite 18 zu finden.
Zuletzt aktualisiert am: 29.01.2010

