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Statistik Schweiz

Ausbildung

Thematischer Überblick

Die Ausbildung ist eine Schlüsselgrösse
Die erworbene Ausbildung ist in unserer Gesellschaft nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine soziale und kulturelle Schlüsselgrösse. Eine gute Ausbildung vermittelt Kompetenzen und Fähigkeiten und hilft den Menschen, sich in der Welt zu orientieren und am kulturellen Leben teilzunehmen. Ohne eine gute Ausbildung gelangt jemand auch kaum in eine anspruchsvollere berufliche Stellung oder zu einem höheren Einkommen. Deshalb gehört die Forderung nach gleichen Bildungschancen für Mädchen und Knaben, Frauen und Männer zu den zentralen Anliegen in der Diskussion um Gleichberechtigung und Gleichstellung der Geschlechter. Auf der formalen Ebene ist die Gleichberechtigung im Bildungswesen heute erreicht. Männlichen und weiblichen Personen stehen heute grundsätzlich dieselben Bildungsmöglichkeiten offen. Weil viele Mädchen und junge Frauen diese Chance genützt haben, verzeichnet die Gleichstellung im Ausbildungsbereich in den letzten Jahrzehnten einige markante Fortschritte. Subtilere kultur-, geschlechts- und schichtspezifische Traditionen und Restriktionen bewirken aber nach wie vor, dass bestimmte Strukturen im Ausbildungswesen, z. B. die geschlechtsspezifische Berufswahl oder der mangelnde Schulerfolg von Kindern aus bildungsfernen sozialen Schichten, eine starke Persistenz aufweisen.
Zusätzliche Ergebnisse und Erläuterungen zur Entwicklung der Geschlechterungleichheiten im Bildungssystem sind im Original Frauen- und Gleichstellungsatlas, Seiten 100-108 enthalten sowie in den Publikationen "Fortschritte und Stagnation in der Gleichstellung der Geschlechter 1970-2000 Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.", Seiten 15-17 und "Der Übergang von der Ausbildung in den Beruf. Die Bedeutung von Qualifikation, Generation und Geschlecht Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.".

Aufbau des Kapitels "Ausbildung" und methodische Hinweise
In diesem Kapitel wird am Beispiel der durchschnittlichen Anzahl der in die Ausbildung investierten Jahre dargestellt, wie sich die Geschlechterungleichheiten von den älteren zu den jüngeren Generationen in den untersuchten Raumeinheiten der Schweiz verringert haben ("Bildungsstand von Frauen und Männern" sowie "Bildungsrückstand der Frauen"). Zuvor wird untersucht, welcher Anteil der 15- bis 21-jährigen Frauen und Männer zum Zeitpunkt der letzten Volkszählung eine nachobligatorische Ausbildung auf der Sekundarstufe II absolvierte ("Bildungsbeteiligung auf der Sekundarstufe II" und "Frauenanteil auf der Sekundarstufe II"). Bei diesen Ausbildungen kann es sich entweder um eine Berufslehre im dualen System handeln (praktische Ausbildung im Lehrbetrieb abwechselnd mit tage- oder wochenweisem Besuch der Berufsschule), um eine Vollzeitberufsschule, eine Diplommittelschule, eine Berufsmaturitätsschule oder eine "klassische" Mittelschule mit Maturitätsabschluss. Weil die Antwortkategorien der Volkszählung 2000 mit den Kategorien der früheren Volkszählungen (1970 bis 1990) nicht kompatibel sind, lassen sich die Darstellungen im Original Frauen- und Gleichstellungsatlas der Seiten 102-106 nicht aktualisieren. Dasselbe gilt für den im Originalatlas, Seite 108, enthaltenen Dissimilaritätsindex der Lehrberufe. Zu hohe Missingquoten dieser Variablen in der Volkszählung 2000 verhindern eine aussagekräftige Berechnung dieses Index.
Zuletzt aktualisiert am: 29.01.2010
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