Atlas über das Leben nach 50
Räumliche Mobilität
Autor: Philippe Wanner
Im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts ist die Schweiz zum Einwanderungsland geworden. Die ausländische in der Schweiz lebende Bevölkerung machte im Jahr 2000 über 20% aus; 22% der Gesamtbevölkerung sind im Ausland geboren. Die älteren Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit machen zwar nur einen kleineren Teil der Bevölkerung aus, gewinnen aber mit 16% am Anteil der 50- bis 64-Jährigen und 8% der 65- bis 79-Jährigen zunehmend an Bedeutung. Ihr wachsender Anteil stellt in der Zukunft zweifelsohne eine Herausforderung für die Integrationspolitik dar.
Ebenso lassen sich bei den Schweizern Bewegungen feststellen. So ist die Anzahl der Wohnortwechsel in den fünf Jahren vor der Volkszählung angestiegen. Wohnortwechsel hängen massgebend vom Alter, der Familien- und beruflichen Situation ab; ihre Häufigkeit wird in Zukunft ganz bestimmt noch weiter ansteigen. Bei Personen in der zweiten Lebenshälfte führen häufig bessere Lebensbedingungen zu Wohnortwechseln, während es sich besonders bei den Betagten um einen nötig gewordenen Einzug in ein Heim (Institutionalisierungsmobilität) handelt.
Die beschriebenen Tendenzen sind allgemeiner Natur und geben kaum Hinweise auf die eigentlich interessanten kantons- und regionsspezifischen Besonderheiten. Diese sind aus den in diesem Kapitel enthaltenen Karten ersichtlich.
Zuletzt aktualisiert am: 29.01.2010




