Seite drucken | Fenster schliessen
Statistik Schweiz

Atlas über das Leben nach 50

You don't have installed a Flash Player!

Download Adobe Flash Player Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.
Die den Frauen für die Verwirklichung von Projekten nach der Geburt von Kindern verbleibende Zeit, hier als Durchschnittsalter bei der letzten Geburt bezeichnet, ergibt sich aus der tendenziellen Entwicklung der Geburtenhäufigkeit in ihrer doppelten Dimension, nämlich aus der Intensität (Anzahl Kinder) und aus dem Zeitpunkt (Alter bei den Geburten). Aus dem Vergleich der Generationen wird deutlich ersichtlich, dass die neuesten Entwicklungen erstens durch ein tieferes Alter bei Geburt des letzten Kindes geprägt sind, verbunden mit dem Rückgang der Geburtenhäufigkeit, und zweitens durch eine Geburtenverschiebung. Bei der Generation der Frauen, die im Jahr 2000 zwischen 40 und 49 Jahre alt waren, ist der Zeitpunkt der Hauptfaktor. In der Tat verzeichnen Genf (und das angrenzende Gebiet um Nyon) sowie einige Gebiete um den Zürichsee und in Basel Land das höchste Durchschnittsalter bei der letzten Geburt. Es handelt sich dabei gleichzeitig um Regionen mit einer geringen Anzahl Grossfamilien. Allerdings liegen das Wallis und die Nordschweiz, ausser Basel-Stadt, mit deutlich mehr Grossfamilien, bezüglich Durchschnittsalter bei der letzten Geburt nur gut zwei Jahre zurück. Bei den älteren Generationen war die letzte Geburt durchschnittlich etwas früher und die geografische Verteilung eher an die Anzahl Kinder als den Zeitpunkt der Geburten gebunden. Bei den über 64-Jährigen haben besonders die Mütter im Genferseegebiet - und allgemein die Mütter in den Westschweizer Gebieten mit überwiegend reformierter Bevölkerung - am frühesten das letzte Kind bekommen.
Das sich aus diesen Fakten ergebende Bild erhärtet die These einer zweiten demografischen Verschiebung, wonach das zunehmend hohe Alter der Frauen bei der Geburt das Hauptmerkmal beim Wandel im Familienverhalten darstellt. In den eher geburtenstarken Regionen sind die Familien grösser und die Frauen bei der Geburt jünger. Auf Grund dessen ergeben sich bei den jüngeren Generationen weniger markante Altersunterschiede bei der letzten Geburt. Es ist indes festzustellen, dass Mütter im Allgemeinen erst nach dem Primarschuleintritt des letzten Kindes wieder eine Berufstätigkeit aufnehmen und dass die Kinder immer später, im Mittel nicht vor dem 20. Altersjahr, wirklich unabhängig werden. Frauen müssen also Familie und Beruf über lange Jahre hinweg unter einen Hut bringen. *

  • * Für detailliertere Informationen siehe Publikation "Alter und Generationen. Das Leben in der Schweiz ab 50 Jahren".
Zuletzt aktualisiert am: 03.12.2010
Seite drucken | Fenster schliessen