Atlas über das Leben nach 50
Allein stehend zu wohnen wird im Verlauf der zweiten Lebenshälfte bei Personen, die in keine Institution eintreten (Altersheim), zur häufigsten Wohnform, besonders nach dem 80. Altersjahr. Die Zunahme der Anzahl allein stehender Betagter war indes vor allem in den 1970er-Jahren ausgeprägt und scheint sich zur Jahrhundertwende hin stabilisiert zu haben (siehe Grafik).
Allein zu wohnen ist heute in Gesellschaften mit hohem Unabhängigkeitsdrang der Individuen eine Realität. Allerdings hat diese Lebensform je nach Altersabschnitt eine andere Bedeutung: Vor dem 50. Altersjahr leben hauptsächlich unverheiratete und manchmal geschiedene Personen allein. Bei den allein stehenden Personen im Vorrentenalter ist knapp die Hälfte geschieden; im Rentenalter machen zunehmend Verwitwete den Hauptteil der allein Stehenden aus. Auf Grund der höheren Lebenserwartung der Frauen wohnen vor allem hochbetagte Frauen allein, ausser in einigen Gemeinden mit einem ausgeprägten Anteil an unverheirateten Männern (siehe Karte Geschlechterverhältnis).
Die Zunahme von allein stehenden Hochbetagten erstreckt sich über alle Gebiete und verläuft zunehmend geografisch einheitlich. Im Jahr 2000 sind nur noch einige Restgebiete mit einem geringen Anteil allein stehender Hochbetagter zu finden: Landesweit wohnten nur noch in zwei Gebieten weniger als 30% der über 79-Jährigen allein in ihrer Wohnung (Maggiatal und Alttoggenburg). Von den 1980er-Jahren an verzeichneten die Städte erhöhte Anteile, wobei die bis dahin herrschende geografische Uneinheitlichkeit vor allem auf lokale Traditionen zurückzuführen war. Dies traf auf den reformierten französischsprachigen Jura (Gebiete, die auch langjährige Witwenschaften verzeichnen), die Waadtländer Alpengebiete und einige Alpentäler im Oberwallis, Bern und Graubünden zu. Daraus lässt sich schliessen, dass die individuellen familiären Umstände zweifelsohne eine Rolle spielen (unverheiratet, Familiengrösse), aber die unterschiedlichen, regionenspezifischen Kulturen bezüglich Familienzusammenhalt und Unabhängigkeit im hohen Alter ebenfalls nicht ausser Acht gelassen werden dürfen.
Die Zunahme von allein stehenden Hochbetagten erstreckt sich über alle Gebiete und verläuft zunehmend geografisch einheitlich. Im Jahr 2000 sind nur noch einige Restgebiete mit einem geringen Anteil allein stehender Hochbetagter zu finden: Landesweit wohnten nur noch in zwei Gebieten weniger als 30% der über 79-Jährigen allein in ihrer Wohnung (Maggiatal und Alttoggenburg). Von den 1980er-Jahren an verzeichneten die Städte erhöhte Anteile, wobei die bis dahin herrschende geografische Uneinheitlichkeit vor allem auf lokale Traditionen zurückzuführen war. Dies traf auf den reformierten französischsprachigen Jura (Gebiete, die auch langjährige Witwenschaften verzeichnen), die Waadtländer Alpengebiete und einige Alpentäler im Oberwallis, Bern und Graubünden zu. Daraus lässt sich schliessen, dass die individuellen familiären Umstände zweifelsohne eine Rolle spielen (unverheiratet, Familiengrösse), aber die unterschiedlichen, regionenspezifischen Kulturen bezüglich Familienzusammenhalt und Unabhängigkeit im hohen Alter ebenfalls nicht ausser Acht gelassen werden dürfen.
Zuletzt aktualisiert am: 03.12.2010

