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Statistik Schweiz

Atlas über das Leben nach 50

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In den vergangenen Jahrzehnten ist die Anzahl derer, die ein Leben lang ledig bleiben, stark zurückgegangen. Der Anteil ist im Vergleich mit den Nachbarländern in der Schweiz aber immer noch hoch *. Im Jahr 2000 war eine von zehn der über 64-jährigen Frauen unverheiratet, während es 30 Jahre zuvor knapp zwei von zehn (18%) waren (bei den Männern war ein noch stärkerer Rückgang zu verzeichnen). Dabei handelt es sich nur selten um paarweise zusammenlebende Personen. In der Tat kann festgestellt werden, dass ein Zusammenleben im Konkubinat in der Schweiz unter jungen Leuten zur Zeit zwar stark verbreitet ist, die nicht ehelichen Verbindungen aber im Allgemeinen häufig doch mit Heirat enden, vor allem bei der Geburt eines Kindes. Trotzdem bleibt die Ehelosigkeit ein nicht geringer Faktor in der Schweiz, auf den zum Teil der überdurchschnittlich hohe Anteil an kinderlosen Frauen zurückzuführen ist.
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Bei den Hochbetagten ist Ehelosigkeit beinahe ausschliesslich unter den Frauen zu finden (siehe Karte mit dem Geschlechterverhältnis). Ausnahmen davon bilden einige wenige Gebiete mit grösseren Anteilen unverheirateter Männer, vor allem im Greyerzerland, im Emmental und im Entlebuch.
Zwischen den Volkszählungen von 1970 und 2000 hat sich das geografische Muster hinsichtlich unverheirateter Frauen in der Schweiz umgekehrt. 1970 waren in den meisten Gebieten der Schweiz etwa 20% der Frauen unverheiratet. Ausnahmen bildeten die Kantone Solothurn, Basel-Land, Genf und Waadt, wo sich dieser Anteil auf rund 15% belief. Im Jahr 2000 konnte eine allgemeine Verringerung dieses Anteils festgestellt werden - mit Ausnahme einiger Hochtäler im Tessin und in Graubünden, wo der Unverheiratetenanteil bei den Frauen immer noch über 20% betrug, sowie im geringerem Ausmass in einigen Gebieten der Zentral- und Ostschweiz und im Kanton Freiburg (15 - 20%). Dabei sei darauf hingewiesen, dass es sich bei diesen Gebieten gleichzeitig auch um die Gebiete mit den höchsten Kinderlosigkeitsraten handelt.

  • * G. Calot et al. (1998): Deux siècles d'histoire démographique suisse. OFS, Berne
Zuletzt aktualisiert am: 03.12.2010
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