Atlas über das Leben nach 50
Familie und Wohnen
Autorin: Claudine Sauvain-Dugerdil
Die zweite Lebenshälfte wird geprägt von kleineren Haushalten - die Kinder ziehen aus, der Partner/die Partnerin stirbt -, und es ergeben sich Änderungen im Familiengefüge und bei den familiären Aufgaben. Einem durch Kinder geprägten Familienalltag folgt ein Leben zu zweit und danach, vor allem für Frauen, ein Leben allein. Zwar wohnen zur Jahrtausendwende die über 49-Jährigen im Allgemeinen nur noch mit ihrem Partner, übernehmen in diesem Lebensabschnitt aber dennoch Familienaufgaben: Die Kinder werden nur langsam unabhängig und die Eltern erreichen ein Alter, in dem sie zunehmend der Unterstützung bedürfen.
Die Entwicklungen sind jedoch gesamtschweizerisch nicht einheitlich. Die Anzahl der Einpersonenhaushalte hat zwar landesweit zugenommen, tritt aber häufiger im Tessin und der Westschweiz sowie in den Städten auf. Allgemein zeugt die geografische Verteilung von einer Entwicklung, bei der die lokalen Besonderheiten den für Agglomerationen charakteristischen Lebensformen weichen. Dieser Entwicklung zum Trotz bestehen immer noch einige Regionen, die als geburtenstark bezeichnet werden können.
Wir untersuchen hier die Entwicklung der geografischen Unterschiede auf zwei Ebenen: a) familienbezogene Aspekte: Umfang der Nachkommenschaft, Alter der Mütter bei der letzten Geburt, Unverheiratetenanteil und Verwitwetenanteil; b) Merkmale des direkten Umfelds anhand von: Haushaltsgrösse, Häufigkeit von Kindern im gemeinsamen Haushalt, Paarhaushalte im Rentenalter und allein wohnende Hochbetagte.
Zuletzt aktualisiert am: 03.12.2010








