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Statistik Schweiz

Atlas über das Leben nach 50

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1970 sind noch mehr als ein Drittel der Männer im Pensionsalter einer Erwerbstätigkeit nachgegangen, was zum Teil mit dem Fehlen der zweiten Säule zu erklären ist. Vor allem die Peripherien und in weit geringerem Ausmass die Kantone Wallis und Tessin waren davon betroffen. Der verhältnismässig tiefe Anteil an älteren Erwerbstätigen in diesen zwei Kantonen könnte mit der innerfamiliären Solidarität zu tun haben, die in diesen Regionen wohl noch von grösserer Bedeutung war.
Zwischen 1970 und 1980 hat sich die Erwerbsbeteiligung der 65- bis 79-jährigen Männer halbiert. Nur in der Zentralschweiz und gewissen Gemeinden im Kanton Graubünden sind noch verhältnismässig hohe Erwerbsbeteiligungen feststellbar. Sie fallen hingegen im Tessin und in den Neuenburger Bergen tief aus.
Verglichen mit dem Stand vor 20 Jahren war die Erwerbsbeteiligung im Pensionsalter in den Städten 1990 leicht höher als auf dem Land. Vor allem der Jurabogen, das Tessin und das Wallis verzeichneten nur geringe Erwerbstätigkeit im Pensionsalter. Diese Änderung muss im Zusammenhang mit der Art der Erwerbstätigkeit bei den über 64-Jährigen betrachtet werden: Bei einer zunehmenden Anzahl Selbständiger gingen immer weniger Erwerbstätige aus dem Primärsektor einer Beschäftigung nach.
Die 1990 festgestellten Unterschiede zwischen Stadt und Land haben sich bis ins Jahr 2000 vergrössert. Die Erwerbsbeteiligung präsentierte sich 2000 nämlich in den Peripherien, wo sich wahrscheinlich weniger Beschäftigungsmöglichkeiten für Personen im Pensionsalter ergeben, noch tiefer als 1990.

Definition


Erwerbsbeteiligung: Anzahl Erwerbspersonen (erwerbstätig oder auf Stellensuche), dividiert durch die Gesamtbevölkerung.
Zuletzt aktualisiert am: 29.01.2010
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