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Statistik Schweiz

Definitionen

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Arithmetisches Mittel

Das arithmetische Mittel, auch Durchschnitt oder arithmetischer Mittelwert genannt, wird errechnet, indem man die einzelnen Beobachtungswerte addiert und die Summe durch die Anzahl der Beobachtungswerte teilt.

In mathematischer Schreibweise ist der Mittelwert einer Anzahl n Beobachtungswerte x1, x2 bis xn definiert als x = (x1 + x2 + … + xn) / n.

Im Gegensatz zu einem anderen häufig verwendeten Lagemass, dem Median (siehe dort), wird das arithmetische Mittel durch die Grösse der Extremwerte stark beeinflusst. Bei einer streng symmetrischen Häufigkeitsverteilung fällt das arithmetische Mittel mit dem Median zusammen. Im Falle einer asymmetrischen Verteilung, z.B. des Einkommens, mit hohen Extremwerten liegt das arithmetischen Mittel über dem Median, bei tiefen Extremwerten darunter. Je deutlicher die Asymmetrie ist, desto grösser ist der Unterschied zwischen arithmetischem Mittel und Median. Um die Lokation einer Verteilung zu beschreiben ist das arithmetische Mittel darum nur bei ungefähr symmetrischen Verteilungen geeignet. Eine Variante des arithmetischen Mittels, das gewichtete Mittel, ordnet jeder Beobachtung ein Gewicht zu. (748)

Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten
Die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten resultiert aus der Umrechnung des Arbeitsvolumens (gemessen als Beschäftigte oder Arbeitsstunden) in Vollzeitbeschäftigte. Die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten ist definiert als das Total der geleisteten Arbeitsstunden dividiert durch das Jahresmittel der Arbeitsstunden, die durch Vollzeitbeschäftigte erbracht werden. (639)
Bevölkerung
Schema der verschiedenen Bevölkerungsbegriffe Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. (135)
Biologische Landwirtschaft

Beim biologischen Landbau handelt es sich um eine möglichst umwelt- und naturschonende Produktionsform. Im Gegensatz zur integrierten Produktion ist der Einsatz von chemisch-synthetischem Dünger und Pflanzenschutzmitteln verboten. In der Tierhaltung sind gentechnische Eingriffe und Embryotransfer nicht zugelassen.

Für die Produktion und die Aufbereitung biologischer Erzeugnisse gelten folgende Grundsätze:

a. Die natürlichen Kreisläufe und Prozesse werden berücksichtigt.
b. Der Einsatz chemisch-synthetischer Hilfsstoffe und Zutaten wird vermieden.
c. Auf den Einsatz gentechnisch veränderter Organismen und deren Folgeprodukte wird verzichtet. Davon ausgenommen sind veterinärmedizinische Erzeugnisse.
d. Die Erzeugnisse werden nicht mit ionisierenden Strahlen behandelt, und es werden keine bestrahlten Produkte verwendet.
e. Die Zahl der Nutztiere ist an die für das Verwenden der Hofdünger geeignete eigene oder gepachtete landwirtschaftliche Nutzfläche anzupassen.
f. Die Nutztiere werden während ihrer gesamten Lebensdauer auf Biobetrieben nach den Anforderungen dieser Verordnung gehalten und mit Futtermitteln, die nach dieser Verordnung erzeugt worden sind, gefüttert. (789)

Bioprodukte
Als Lebensmittel und Getränke aus biologischem Anbau, so genannte Bioprodukte, bezeichnet man Nahrungsprodukte, die mit einem anerkannten Label des schweizerischen Biolandbaus ausgezeichnet sind. Die Gütesiegel bezeugen unter anderem, dass keine chemischen-synthetischen Pflanzenschutzmittel und keine gentechnisch veränderten Organismen zum Einsatz kommen, dass ökologische Ausgleichsflächen ausgeschieden werden und dass die Nutztiere regelmässigen Auslauf geniessen.
Der Konsum von Bioprodukten wird in der Haushaltsbudgeterhebung (HABE) des BFS erhoben. Dafür wird jeweils eine Liste der anerkannten Biolabels veröffentlicht. (790)
Bruttoinlandprodukt (BIP)
Das BIP ist ein Mass für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft im Laufe eines Jahres. Es misst den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen, soweit diese nicht als Vorleistungen für die Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden - also die sog. Wertschöpfung. Das BIP wird in jeweiligen Preisen und in konstanten Preisen eines bestimmten Jahres errechnet. In konstanten Preisen wird die reale Wirtschaftsentwicklung im Zeitablauf frei von Preiseinflüssen dargestellt. (208)
DMC
Der inländische Materialkonsum (Domestic Material Consumption, DMC) entspricht der Gesamtheit der direkt in die Wirtschaft gelangenden Flüsse (DMI) abzüglich der Exporte. (791)
DMI
Direct Material Input: Die Menge der direkt in die Wirtschaft des Landes gelangenden Materialien = verwendete einheimische Gewinnung plus Importe von Rohstoffen und verarbeiteten Erzeugnissen. (792)
Entwicklungshilfe
Die OECD definiert die öffentliche Entwicklungshilfe (APD) als Leistungen, die 1. von öffentlichen Organen (Bund, Kantone, Gemeinden) stammen; 2. vorrangig auf die Erleichterung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Empfängerländer abzielen, 3. zu Vorzugskonditionen gewährt werden (Schenkungen und Darlehen zu günstigen Konditionen; 4. bestimmt sind für Entwicklungsländer und –regionen sowie multilaterale Organisationen, die auf der OECD-Liste aufgeführt sind. Bilaterale Hilfe ist die Hilfe von einem Partner zu einem anderen, unabhängig davon, ob der Geber oder Empfänger ein Staat, eine national oder international koordinierte Gruppe von Hilfswerken ist. Multilaterale Hilfe meint die gemeinsamen Anstrengungen internationaler Institutionen wie der Weltbank oder der UNO zugunsten eines oder mehrerer Staaten. Die private Entwicklungshilfe in der Schweiz besteht aus Spenden schweizerischer Hilfswerke und anderer gemeinnütziger Nichtregierungsorganisationen und Stiftungen für Projekte und Programme in Entwicklungsländern. (201)
Fossile Energieträger
Alle Primärträger, welche aus organischen Stoffen im Boden entstanden sind (Erdöl, Erdgas, allerlei Kohlenwasserstoffe, Kohle usw.) (793)
Gentechnisch veränderte Organismen (GVO)
Gentechnisch veränderte Organismen sind Organismen, deren genetisches Material so verändert worden ist, wie dies unter natürlichen Bedingungen durch Kreuzen oder natürliche Rekombination nicht vorkommt. (794)
Grossregionen
Genferseeregion: Waadt, Wallis, Genf
Espace Mittelland: Bern, Freiburg, Solothurn, Neuenburg, Jura
Nordwestschweiz: Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau
Zürich: Zürich
Ostschweiz: Glarus, Schaffhausen, Appenzell A.Rh., Appenzell I.Rh., St.Gallen, Graubünden, Thurgau
Zentralschweiz: Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Zug
Tessin: Tessin (657)
Kantonales Volkseinkommen
Die kantonalen Volkseinkommen setzen sich zusammen aus dem Primäreinkommen der privaten Haushalte, dem Einkommen der Kapitalgesellschaften (Nettobetriebsüberschuss und Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen) sowie dem Einkommen der öffentlichen Haushalte und Sozialversicherungen (Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen). Die Einkommen der Produktionsfaktoren (Arbeit, Boden, Kapital) werden dem Wohnsitzkanton ihres Eigentümers oder demjenigen Kanton zugeteilt, in welchem sich der Hauptsitz des betreffenden Unternehmens befindet (Inländerkonzept). (25)
Lagemass(e)
Ein Lagemass ist eine mathematisch definierte statistische Kenngrösse, welche die Lage (Lokation) einer Reihe von Beobachtungswerten beschreibt. Die gebräuchlichsten Lagemasse sind das arithmetische Mittel (siehe dort) und der Median (siehe dort). Arithmetisches Mittel und Median gibt es auch in einer gewichteten Form, d.h. bei Beobachtungswerten, die nicht alle dasselbe Gewicht haben. (749)
Median, unteres und oberes Quartil

Der Median oder Zentralwert teilt die nach Grösse geordneten Beobachtungswerte in zwei gleich grosse Hälften. Die eine Hälfte der Werte liegt über, die andere unter dem Median.

In mathematischer Schreibweise ist der Median einer Anzahl n Beobachtungswerte x1, x2 bis xn so definiert: Die Beobachtungen seien x(1) < x(2) < < x(n).

Wenn n eine ungerade Zahl ist, dann ist der Median der Beobachtungswert in der Mitte: x((n+1) / 2).

Bei gerader Anzahl n liegt der Median in der Mitte zwischen den zwei mittleren Beobachtungen:

(1/2)x(n/2) + (1/2)x((n/2) + 1).

Im Gegensatz zu einem anderen häufig verwendeten Lagemass, dem arithmetischen Mittel (siehe dort), wird der Median durch Extremwerte nicht beeinflusst. Bei einer streng symmetrischen Häufigkeitsverteilung fällt der Median mit dem arithmetischen Mittel zusammen. Im Falle einer asymmetrischen Verteilung, z.B. des Einkommens, mit hohen Extremwerten liegt er unter dem arithmetischen Mittel und bei tiefen Extremwerten darüber. Je deutlicher die Asymmetrie ist, desto grösser ist der Unterschied zwischen arithmetischem Mittel und Median. Der Median ist auch bei asymmetrischen Verteilungen geeignet, die Lokation der Verteilung zu beschreiben. Eine Variante des Medians, der gewichtete Median, ordnet jeder Beobachtung ein Gewicht zu.

Teilt man die der Grösse nach geordneten Beobachtungswerte in vier Gruppen mit einer gleichwertigen Anzahl Fälle auf, so stellt der Wert des unteren Quartils denjenigen Wert dar, der zwischen dem Wert des letzten beobachteten Falles des ersten Viertels und dem Wert des ersten beobachteten Falles des zweiten Viertels liegt. Der Wert des oberen Quartils stellt denjenigen Wert dar, der zwischen dem Wert des letzten beobachteten Falles des dritten Viertels und dem Wert des ersten beobachteten Falles des vierten Viertels liegt. (8)

Medianalter
Alter, das die Bevölkerung in zwei gleich grosse Gruppen teilt: 50% der Bevölkerung sind jünger und 50% älter als dieser Wert. (982)
Metropolräume
sind Agglomerationsgruppen (i.d.R. eine international bedeutsame Kernagglomeration und eine Gruppe weiterer Agglomerationen), die durch intensive Pendlerverflechtungen miteinander verbunden sind. Eine Agglomeration zählt dann zu einem Metropolraum, wenn mindestens 8,3% der dort wohnenden Erwerbstätigen in die Kernagglomeration pendeln. (910)
Mittelwert(e)
siehe „Lagemasse“ (oder „Arithmetisches Mittel“, „Median“) (750)
MS-Region
Die Schweiz ist flächendeckend in 106 Einheiten gegliedert. Einzelne MS-Regionen (MS = Mobilité spatiale) sind kantonsübergreifend. Die Regionalisierung in MS-Regionen stammt aus den Achtzigerjahren. Ziel bei der Bildung der MS-Regionen war, landesweit vergleichbare Mikroregionen zu gewinnen. Dabei wurden Gemeinden kleinen, funktionalen und wirtschaftlichen Gemeindegruppen zugeordnet, die auf einem Zentrum-Peripherie-Prinzip basieren. (911)
NAMEA
Die National Accounting Matrix including Environmental Accounts (NAMEA) ist ein statistisches Insturment, das ermöglicht, relevante Umweltdaten (z.B. Luftemissionen, Abfälle, Umweltschutzabgaben, umweltbezogene Abgaben) in methodisch konsistenter Art mit Hilfe von ökonomischen Daten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung branchenweise zu verknüpfen. Das Konzept der NAMEA wurde von Eurostat entwickelt. (795)
Neue erneuerbare Energien
Sammelbegriff für Energiequellen, die ohne Rohstoffquellen auskommen und nach menschlichem Zeitmassstab gerechnet unbegrenzt zur Verfügung stehen, ohne Wasserkraft. Darunter fallen Sonnenenergie, Umweltwärme, Biomasse, Windenergie, erneuerbaren Anteile aus Abfall sowie der Energie aus Abwasserreinigungsanlagen. (798)
Ökologischer Leistungsnachweis

Der Bund richtet Bewirtschafterinnen und Bewirtschaftern von bodenbewirtschaftenden bäuerlichen Betrieben unter der Voraussetzung des ökologischen Leistungsnachweises allgemeine Direktzahlungen und Ökobeiträge aus.

Der ökologische Leistungsnachweis umfasst:

a. eine tiergerechte Haltung der Nutztiere
b. eine ausgeglichene Düngerbilanz
c. einen angemessenen Anteil an ökologischen Ausgleichsflächen
d. eine geregelte Fruchtfolge
e. einen geeigneten Bodenschutz
f. eine Auswahl und gezielte Anwendung der Pflanzenbehandlungsmittel. (233)

Pathogene Organismen
Krankheitserregende Organismen (800)
Quartil, unteres und oberes
siehe «Median». (751)
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Zuletzt aktualisiert am: 29.01.2010
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