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Statistik Schweiz
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Räumliche Entwicklung der FamilienRäumliche Entwicklung der Familien

  • Wie setzen sich die Familien in den Gemeinden und Regionen der Schweiz zusammen?
  • Welches waren die wichtigsten regionalen Veränderungen der letzten 2 Jahrzehnte?
  • Welche regionale Unterschiede und Trends sind bei Familien festzustellen?
Die nachfolgenden Links auf das räumliche Informationssystem liefern Antworten auf diese Fragen in Form von regionalen Tabellenabfragen, Gebietsvergleichen, interaktiven Analysekarten.

Leichter Wiederanstieg der mittleren Kinderzahl in den Städten


Von 1990 bis 2000 ist die mittlere Grösse der Familien mit Kindern in den städtischen Gebieten von 3,62 auf 3,66 gestiegen. Zu beachten ist, dass der (Wieder)Anstieg der mittleren Familiengrösse nicht automatisch zu einem Anstieg der Kinderzahl führt, da gleichzeitig die Zahl der Familien mit Kindern in den meisten Städten sinkt.
In den ländlichen Gebieten, die traditionell grössere Familien aufweisen, ist weiterhin ein leichtes Absinken der Grösse von Familien mit Kindern zu beobachten (1980: 4,16; 1990: 3,92; 2000: 3,90).
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    Vergleich der Familien- und Haushalttypen in den städtischen und ländlichen Gebieten

Anstieg von kinderlosen Familienhaushalten und neuen Familienformen


Bei den Familienhaushalten setzt sich der Trend zu kleinen Familien fort: kinderlos bleibende Partner, Konsensualpaare ohne Kinder, Anstieg der gerichtlichen Trennungen und Scheidungen usw. Die ländlichen Gebiete wiesen zwischen 1990 und 2000 allgemein höhere Zuwachsraten auf als die Städte:
  • Die Zahl der Paare ohne Kinder wuchs in den ländlichen Gebieten auf 210'000 (1990-2000: +35'600; +20.4%) und in den städtischen Gebieten auf 640'000 Einheiten (+58'400; +10.0%).
  • Die Zahl der Konsensualpaare stieg in den ländlichen Gebieten auf 45'300 (+13'800; +43,5%) und im städtischen Raum auf 143'000 Einheiten (+28'100; +24,4%).
  • Die Einelternfamilien verzeichneten in den ländlichen Gebieten eine Zunahme von 3'400 (+10,7%) auf 34'900 Einheiten und im städtischen Raum einen Anstieg von 12'800 (+11,3%) auf einen Bestand von 126'400 Einheiten.
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    Regionsvergleich 1990-2000: städtisch – ländlich – Schweiz

45,9% der Stadtbevölkerung und 55,7% der Landbevölkerung lebt in einem Paarhaushalt mit Kindern


In den 90er Jahren sank der Anteil der Personen, welche in einem Paarhaushalt mit Kindern leben, von 52,0% auf 48,5%. Um 2000 lebten auf dem Lande 1,082 Mio. Eltern mit Kindern (55,7% der ländlichen Wohnbevölkerung) und in der Stadt bildeten 3,534 Mio. Einwohner (45,9% der städtischen Bevölkerung) einen Paarhaushalt mit Kind(ern).
Die Verteilung der Familienhaushalte nach Anzahl Kinder zeigt deutliche Unterschiede zwischen Stadt und Land, Zentren und Pendlergemeinden, aber auch zwischen katholischen und protestantischen Gebieten sowie zwischen den Landesteilen:
  • Die Familienhaushalte mit nur einem Kind weisen in den Zentren, den Tourismusregionen, im Jura und im Tessin besonders hohe Anteile auf.
  • Überdurchschnittliche Anteile von Familien mit 2 Kindern finden wir im Schweizer Mittelland, vorab in den suburbanen, periurbanen und angrenzenden ländlichen Regionen.
  • Einen höhen Anteil von kinderreichen Familien zeigen die Region Emmental-Napf-Entlebuch, die Bergtälern der Zentralschweiz sowie die ländlichen Teilen der Ostschweiz (Oberes Toggenburg, Appenzellerland, Thurgau).
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    Familienhaushalte nach Anzahl Kinder: Anzahl, Anteile

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    Familienhaushalte nach Anzahl Kinder: Veränderungen

Zuwachs junger Familien in der Westschweiz – „Hotel Mamma“ im Tessin

  • Die Zahl der Familienhaushalte mit vorschulpflichtigen Kindern stieg zwischen 1990 und 2000 um 33'400 Einheiten. Deutliche Zunahmen zeigen die Genferseeregion, Neuchâtel-Fribourg, der Kanton Tessin sowie der Raum Winterthur-Zürich-Zug. Während die städtischen Gebiete einen Zuwachs der jungen Familien von 3,7% (+9'700 Familien) aufweisen, mussten die ländlichen Gebiete einen Verlust von -2,8% (-3'100) hinnehmen.
  • Der Anteil der Familien mit Kindern im schulpflichtigen Alter ist in den ländlichen Gebieten und an den Agglomerationsrändern überdurchschnittlich hoch. In den 90er Jahren war eine Zunahme um 30'000 Einheiten zu verzeichnen, wobei die agrar-gemischten Gemeinden (+24,6%), die ländlichen Pendlergemeinden (+19,9%) und die periurbanen Gemeinden (+15,5%) die stärksten, die Zentren (+4,2%) und die suburbanen Gemeinden (+5,5%) die geringsten Zuwachsraten aufwiesen.
  • Die Zahl der Familienhaushalte mit Kindern zwischen 15 und 24 Jahren sank in den 90er Jahren um 42'000 Einheiten. Die Agglomerationszentren zeigten die stärksten Abnahmen; in den ländlichen Gebieten der Genferseeregion und im Raum Sursee-Hochdorf-Muri waren hingegen leichte Zunahmen zu verzeichnen.
  • In 9% der Familienhaushalte mit Kindern sind die Nachkommen über 24jährig. Überdurchschnittliche lange verbleiben die Nachkommen im elterlichen Haushalt in den Kantonen Jura, Appenzell I.Rh., Uri, Wallis. Den Spitzenplatz nimmt der Kanton Tessin ein, in welchem 17,5% der bei den Eltern verbleibenden Söhne/Töchter über 24 Jahre alt sind.
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    Familienhaushalte nach Alter des jüngsten Kindes: Anzahl, Anteile

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    Familienhaushalte nach Alter des jüngsten Kindes: Veränderungen

Zuletzt aktualisiert am: 29.01.2010
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