Bei der Strukturerhebung handelt es sich um eine Stichprobenerhebung. Um statistische Ergebnisse für die gesamte Bevölkerung zu erhalten, werden die erfassten Informationen hochgerechnet. Bei den Resultaten solcher Hochrechnungen handelt es sich um Schätzungen, die mit einer gewissen Ungenauigkeit verbunden sind. Zudem wirken sich weitere Faktoren auf die Genauigkeit dieser Schätzungen und damit die Ergebnisse aus: die Einheitlichkeit der erfassten Merkmale, die Grösse und Struktur der Stichprobe sowie die Bereitschaft der befragten Personen, die gestellten Fragen zu beantworten (Rücklaufquote). Der Auswertung von Stichproben sind somit Grenzen gesetzt, und eine detaillierte Erläuterung der Ergebnisse kann nur mit gewissen Einschränkungen erfolgen.
Mit dem Zusammenlegen von Stichproben (Pooling) ist es möglich, mehrere zeitlich gestaffelte Durchgänge der gleichen Erhebung gemeinsam auszuwerten. Durch das Zusammenlegen werden genauere Ergebnisse erzielt als mit einer einzigen Stichprobe. Hingegen verfügt man mit den gepoolten Daten nicht mehr über Ergebnisse, die sich auf ein bestimmtes Referenzdatum beziehen, sondern über Mittelwerte für den gesamten betrachteten Zeitraum und für eine Durchschnittsbevölkerung während dieses Zeitraums.
Die Stichproben der Strukturerhebung werden über einen Zeitraum von drei und fünf Jahren zusammengelegt. Nach drei Jahren verfügt man über eine gepoolte Stichprobe von 600'000 Personen, und nach fünf Jahren über eine von einer Million Personen. Die gepoolten Schätzungen werden jedes Jahr aktualisiert, so dass "gleitende Durchschnitte" zur Verfügung stehen.
