Wohn- , Geschäfts- und Infrastrukturbauten sind eine wichtige Voraussetzung für die Funktionstüchtigkeit unserer Volkswirtschaft und die Deckung menschlicher Grundbedürfnisse. Gleichzeitig wird das System der Bauten immer komplexer und damit auch verletzlicher, zum Beispiel durch Naturereignisse. Um eine Steuerung für eine sichere und bedürfnisgerechte bebaute Umwelt zu ermöglichen, braucht es verlässliche statistische Informationen. Gegenwärtig bestehen zu einzelnen Aspekten gute Datengrundlagen, beispielsweise zum Wohnbaubestand oder zur Bautätigkeit. Hingegen fehlt ein kohärentes System mit Informationen über die Erstellung, den Bestand und die Nutzung von Bauten unterschiedlichster Art. Zudem genügen etliche bestehende Statistiken den zukünftigen Anforderungen des statistischen Amtes der EU und den politischen Forderungen nach einem vertieften Detaillierungsgrad nicht mehr.
Mit dem integrierten Statistiksystem Bauten, Infrastruktur und Wohnen soll der gesamte Statistikbereich auf eine neue, bedürfniskonforme und kohärente Basis gestellt werden. Angestrebt werden insbesondere folgende Ziele:
- Strukturierung des Statistikbereichs mit Hilfe eines Modells, welches die Erstellung, den Bestand, die Nutzung und den Nutzen von Bauten abbildet.
- Klärung der Informationsbedürfnisse bezüglich Inhalte und Detaillierung: Definition jener Informationen, welche aufgrund nationaler oder internationaler Vorgaben sowie wichtiger politischer Bedürfnisse künftig beschafft werden sollen.
- Identifikation wichtiger Informationslücken und Abklärungen zu den Möglichkeiten, diese zu schliessen.
- Verbesserung der Produktionsprozesse durch Verstärkte Nutzung bestehender Register und anderer Sekundärdatenquellen, Nutzung moderner Technologien sowie Vereinfachung der Erhebungsmethoden, um die Belastung der Datenlieferanten zu reduzieren, Datenqualität zu steigern und Erhebungskosten zu senken.
- Einführung eines integrierten Datenbeschaffungssystems für die Themen Bautätigkeit, Leerwohnungen und Mietpreise.
- Ausrichtung der Datendiffusion auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielpublika.
