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Statistik Schweiz

Erhebungen, Quellen – Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE)Salarium - Datengrundlage und Methode

 

Wie wird Salarium verwendet?

Schritt 1: Füllen Sie die sechs obligatorischen Felder (*) des Profils aus: Wirtschaftszweig, Region, Tätigkeit, Anforderungsniveau, berufliche Stellung und Arbeitszeit.

Schritt 2: Füllen Sie eines oder mehrere fakultative Felder aus, je nachdem wie detailliert das Profil ist, für das Sie sich interessieren. Achtung: Felder ohne Angabe gehen automatisch vom häufigsten Wert aus, der in der LSE für den gewählten Wirtschaftszweig ermittelt wurde (Beispiel: Bleibt das Feld «Ausbildung» leer, übernimmt es den am häufigsten beobachteten Wert: «abgeschlossene Lehre»).

► Nachdem Sie das Profil bestätigt haben, nimmt Salarium die Berechnung vor und zeigt die verschiedenen Ergebnisse an.

Schritt 3: Geben Sie die entsprechenden Beträge für die persönlichen Lohnkomponenten an, damit der effektive monatliche Bruttolohn berechnet werden kann.

► Der berechnete effektive monatliche Bruttolohn kann mit dem Medianlohn direkt verglichen werden.

Datengrundlage

Die geschätzten monatlichen Bruttolöhne basieren auf den neuesten Daten der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2010 und stützen sich auf rund 1.4 Mio. Lohnangaben von Angestellten aus der Privatwirtschaft.

Die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) wird vom Bundesamt für Statistik seit 1994 alle zwei Jahre im Oktober mittels schriftlicher Direkterhebung bei Unternehmen durchgeführt. Neben Branchenzugehörigkeit und Unternehmensgrösse werden auch personen- und arbeitsplatzbezogene Merkmale wie Ausbildung, berufliche Stellung, Dienstjahre, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Art der Tätigkeit im Unternehmen erfasst. Dank der Erweiterung der Erhebung auf die Grossregionen im Jahr 2002 verfügen wir über detaillierte regionale Daten. Die Nettoantwortquote, d.h. der Anteil der antwortenden Unternehmen an allen gültig angeschriebenen Unternehmen, lag 2010 bei 85 Prozent.


Methode

Der monatliche Bruttolohn für ein Profil von ausgewählten Merkmalen wird mit Hilfe einer Modellrechnung optimal angenähert. Das Modell stützt sich dabei auf die Lohnangaben aus der vollständigen Stichprobe der LSE für den privaten Sektor (1.4 Mio. Löhne). Es berücksichtigt 15 Merkmale, darunter sowohl Branche und Unternehmensgrösse als auch individuelle Merkmale der Beschäftigten und des Arbeitsplatzes. Für jedes Merkmal wird der häufigste Wert nach Branche bestimmt. Ist im Profil für ein Merkmal kein Wert angegeben, wird dafür der entsprechende häufigste Wert der Branche eingesetzt. Die folgenden sechs Merkmale sind obligatorisch festzulegen: Branche, Region, Tätigkeit, Anforderungsniveau, Stellung, individuelle Wochenstunden. Die anderen Merkmale sind freiwillig.

Der monatliche Bruttolohn (erklärte Variable) wird auf der Basis von zusammengefassten Branchen und separat für die Anforderungsniveaus 2,3,4 einerseits und 1 andererseits durch eine Regressionsanalyse mit Transformationen der erklärenden Variablen angenähert. Dazu werden 10 Gruppen von Branchen gebildet. Die erwähnten Transformationen optimieren die Beziehung zwischen dem Bruttolohn und jedem einzelnen Merkmal. Sie werden im gleichen Prozess durchgeführt, in welchem auch die Parameter des Modells geschätzt werden. Auf Basis dieser Modellparameter wird für jede transformierte Variable ihr Einflussfaktor auf den Lohn abgeleitet.

Fall Anforderungsniveau 2, 3, 4: Diese Modelle berücksichtigen 15 erklärende Variablen (inklusive Anforderungsniveau).

Fall Anforderungsniveau 1: Für das höchste Anforderungsniveau (Niveau 1: ca. 8% der Löhne in der LSE) fällt das Merkmal „Anforderungsniveau“ als erklärende Variable weg, da es nun fix ist (höchstes Anforderungsniveau). Diese Modelle berücksichtigen 14 erklärende Variablen.

Die Validierung dieser Modelle wurde anhand eines Vergleichs der empirischen und der durch das Modell geschätzten Verteilungsfunktionen (in einer gewissen Anzahl von Punkten, die zu Beginn fixiert wurden) vorgenommen. Dieser Vergleich wurde auf verschiedenen Aggregationsniveaus (z.B. die Grossregion oder Branche), grafisch und mit einer Berechnung der euklidischen Distanz zwischen den Verteilungsfunktionen durchgeführt.

Änderungen in Bezug auf den Methodenbericht Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. (Enquête suisse sur la structure des salaires 2006, Aspects méthodologiques du modèle des salaires «Salarium», OFS, Neuchâtel 2008) :

1. Einführung der NOGA2008.
2. Gleiche Form der Modelle für das Anforderungsniveau 2, 3, 4 wie für das Anforderungsniveau 1.
3. Neu wird auch die Branche als erklärende Variable ins Modell aufgenommen.
4. Für die euklidischen Distanzen (siehe oben) wurde eine Toleranzschwelle bestimmt, ab welcher die Übereinstimmung zwischen dem Modell und der direkten Beobachtung als ungenügend beurteilt wird. Die Resultate für die Branchen, welche diese Schwelle überschreiten, sind mit Vorsicht zu betrachten.

Für Salarium 2010 sind dies die folgenden:

Fall Anforderungsniveau 2, 3, 4:

09 Erbringung von Dienstleistungen für den Bergbau und für die Gewinnung von Steinen und Erden

Fall Anforderungsniveau 1 :

09 Erbringung von Dienstleistungen für den Bergbau und für die Gewinnung von Steinen und Erden
12 Tabakverarbeitung
14 Herstellung von Bekleidung
15 Herstellung von Leder, Lederwaren und Schuhen
19 Kokerei und Mineralölverarbeitung
29 Herstellung von Automobilen und Automobilteilen
36 Wasserversorgung
39 Beseitigung von Umweltverschmutzungen und sonstige Entsorgung
50 Schifffahrt
53 Post-, Kurier- und Expressdienste
60 Rundfunkveranstalter
61 Telekommunikation
64 Erbringung von Finanzdienstleistungen
65 Versicherungen, Rückversicherungen und Pensionskassen (ohne Sozialversicherung)
70 Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben; Unternehmensberatung
75 Veterinärwesen
88 Sozialwesen (ohne Heime)
90 Kreative, künstlerische und unterhaltende Tätigkeiten
91 Bibliotheken, Archive, Museen, botanische und zoologische Gärten
93 Erbringung von Dienstleistungen des Sports, der Unterhaltung und der Erholung

Die Grenzen des Modells

Das entwickelte Modell weist die folgenden bekannten Grenzen auf:

  • Für die Variablen des Modells wurden nur vollständige Antworten aus der LSE berücksichtigt. Alle Fälle, in denen Werte für eine oder mehrere Variablen fehlten, wurden somit entfernt.
  • Es wurden keine Interaktionen zwischen den erklärenden Variablen im Modell berücksichtigt.

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Weitere Informationen finden Sie im Methodenbericht Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. (Enquête suisse sur la structure des salaires 2006, Aspects méthodologiques du modèle des salaires «Salarium», OFS, Neuchâtel 2008).

 

Zuletzt aktualisiert am: 28.11.2011
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