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Statistik Schweiz

Erhebungen, Quellen – Gesamtrechnung der Sozialen SicherheitSteckbrief

Kurzbeschreibung Die Gesamtrechnung der Sozialen Sicherheit (GRSS) ist eine Synthesestatistik, die über die Ausgaben und deren Finanzierung im Bereich der Sozialen Sicherheit informiert. Auf der Einnahmeseite stehen die Sozialbeiträge der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer, die Kopfprämien der obligatorischen Krankenversicherung, die Beiträge der öffentlichen Hand sowie die Vermögenserträge im Zentrum des Interesses. Die Ausgabenseite zeigt die Sozialleistungen, welche den eigentlichen Kernbereich der GRSS darstellen. Sie lassen sich in acht Bedürfnisse oder Risiken (sogenannte Funktionen) einteilen. Diese Untergliederung bildet die Basis für internationale Vergleiche im Bereich der Sozialen Sicherheit.
Zuständige Institution Bundesamt für Statistik
Zuständige Stelle Sozialanalysen
Zuständige Person / Information Michele Adamoli, 032 713 62 34, michele.adamoli@bfs.admin.ch,
Basil Gysin, 032 713 69 89, basil.gysin@bfs.admin.ch

Informationen:
info.sozan@bfs.admin.ch Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.
Durchgeführt durch Bundesamt für Statistik (BFS)
Gesetzliche Grundlagen
  • Postulat der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates vom 17. Februar 1995
  • Bundesstatistikgesetz Art. 10, Abs. 2, vom 9. Okt 1992
Art der Erhebung/Statistik Synthesestatistik, Sekundärdaten. Die Erstellung der GRSS setzt voraus, dass eine Vielzahl statistischer Quellen ausgewertet wird. Auf der Grundlage der in der GRSS ausgewiesenen Resultate werden Indikatoren gebildet. In der Schweiz datieren die ersten Versuche, zu einem Gesamtüberblick über die Finanzen der Sozialen Sicherheit zu gelangen, aus den 1970er und 1980er-Jahren. Direkter Vorläufer der heutigen Synthesestatistik ist das «Sozialbudget der Schweiz», das P. Gilliand und S. Rossini im Rahmen des Nationalfondsprojekts «Wandel der Lebensformen und Soziale Sicherheit» für die Jahre 1990 und 1993 entwickelt haben. Methodisch lehnen sich diese Arbeiten an das damals gültige ESSOSS an. 1995 aktualisierte S. Greppi das «Sozialbudget der Schweiz». Seither wurde die konzeptionelle Grundlage von ESSOSS mehrfach überarbeitet. Es wurde versucht, diese Methoden vollständig in die GRSS zu implementieren, um eine möglichst hohe Vergleichbarkeit mit den Gesamtrechnungen der EU-Länder zu gewährleisten. Die GRSS wird in erster Linie anhand der Angaben in den Betriebsrechnungen der Sozialversicherungen und in der Statistik der öffentlichen Finanzen erstellt. Eine weitere wichtige Quelle ist die Pensionskassenstatistik des BFS.
Gesamtheit und Einheit gesamtschweizerische, nach Funktionen (Alter, Invalidität, Arbeitslosigkeit,…) unterteilte Angaben über die Finanzen der Sozialen Sicherheit, ausgedrückt in Millionen Franken
Regionalisierungsgrad Die Werte und Indikatoren der GRSS können ausschliesslich auf nationaler Ebene ausgewiesen werden. Die meisten der auf der Grundlage der GRSS gebildeten Indikatoren genügen auch dem Kriterium der internationalen Vergleichbarkeit. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt schliessen die internationalen Vergleiche die meisten EU- und EFTA-Länder ein.
Referenzperiode Die Publikation des Jahres 2003 macht für nahezu alle Rubriken der GRSS Angaben bis zurück in die 1950er-Jahre. Allerdings sind die Schätzwerte für die Jahrzehnte zwischen 1950 und 1990 nicht so präzise wie jene für die späteren Jahre. 
Zeitpunkt Durchführung
  • Frühling (t-2): provisorische Angaben
  • Herbst (t-2): definitive Angaben 
Periodizität jährlich 
Verfügbar seit 1950 
Qualität der statistischen Informationen je nach Regime unterschiedlich (sehr gut: AHV, weniger gut: Drogenpolitik) 
Letztes Update 23.10.2012
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